Hammer Heads Deluxe

Wer erinnert sich nicht an die "Whack-a-Mole"-Buden ("Haut den Hamster"), die man als Kind auf dem Jahrmarkt besucht hat? Das sind diese Spiele, wo hier und da Köpfe aus Löchern schießen, auf die du mit einem Holzhammer hauen musst - je mehr du innerhalb einer beschränkten Zeit treffen kannst, desto besser. Hammer Heads ist eine elektronische Variante dieses Jahrmarktklassikers. Statt der Maulwürfe tauchen hier Gartenzwerge auf. Echt wahr! Dieses schräge neue Actionspiel macht eine Zeit lang Spaß, vor allem, wenn man über sehr gute Hand-Augen-Koordination verfügt. Trotzdem wird dieses Spiel wohl aufgrund des hektischen Spielgeschehens weniger Anhänger finden als die mehr knobelorientierten Spiele wie Bejeweled und Zuma. Im Modus Klassisch geht's bei Hammer Heads mit nur wenigen untersetzten Gartenzwergen los, die hier und da aus der Erde schnellen. Mit einem gezielten Treffer des virtuellen Hammers soll man diese weißbärtigen Gesellen gleich wieder in den Erdboden rammen. Ein Fehlschlag kostet ein Herz (nach fünfen ist das Spiel vorbei), und wer gar einen Zwerg völlig ignoriert, sodass er unverletzt noch einmal auftauchen kann, büßt überdies Treffsicherheitspunkte ein. Nach jedem Level wird angezeigt, wie viele Gartenzwerge getroffen wurden, außerdem die Trefferquote in Prozent, die längste Treffersequenz ohne Fehlversuche und, ob zusätzliche Tempoboni für besonders schnelle Reflexe verdient worden sind. Beim Wechsel von Level zu Level bleibt das Spielprinzip zwar dasselbe, aber die Anordnung der rund sechs Gartenzwerkhöhlen ändert sich, ganz zu schweigen von der Umgebung, in der sie liegen. Zum Beispiel gibt es Rasenflächen im Park, eine Straße in der Stadt, die Wüste oder einen Strand. Allmählich werden die Level schwieriger und Spieler stoßen auf besondere Gartenzwerge, zum Beispiel die verrückten Gartenzwerg-Weiber mit blonden Zöpfen und großen, äh, Hüten, die zweimal geklapst werden müssen, bevor sie wieder im Boden versinken. Zappelzwerge dagegen müssen erst ihre Helme abnehmen, damit man sie überhaupt zweimal treffen kann. Manche Gartenzwerge hinterlassen Boni in Form von Münzen, Amoretten, Erdbeeren und Herzen. Schatzkisten enthalten nette Kleinigkeiten wie eine Hand voll Münzen, die nach Level 6 im Glitzerladen zum Kauf von besserer Ausrüstung, zum Beispiel einem besseren Hammer, verwendet werden können. Auch 20 verschiedene Trophäen können gewonnen werden. Im Trophäenraum kann man sie sich ansehen. Überdies ist der Spielmodus Marathon freizuspielen, in dem es einfach nur gilt, möglichst viele Gartenzwerge zu hauen, bevor man keine Herzen mehr hat. Eines der Probleme mit Hammer Heads ist, dass man das Spiel nur nach jeweils fünf erreichten Leveln speichern kann. Zunächst muss man eine virtuelle Kamera bekommen, mit der ein Schnappschuss der aktuellen Spielfortschritte angefertigt werden kann. Ist also zum Beispiel schon in Level 5 kein Leben mehr übrig, muss man in Level 1 ganz von vorn anfangen. Ein paar Spiele-Neulinge wird das sicherlich frustrieren und möglicherweise werfen sie deshalb das Spiel noch vor Ablauf der 60-minütigen Testphase wieder von ihrem Rechner. Ein echter Fehler ist diese Eigenart von Hammer Heads zwar nicht, aber die reine Tatsache, dass es hier um schnelle Action geht und nicht um Knobelspiele zum Hirnverzwirnen, bedeutet wohl, dass dieses Spiel weniger breiten Anklang finden wird als andere Rätselspiele. Nebenbei bemerkt: Meinen Freunden gefiel Hammer Heads auch nicht so gut wie andere Gelegenheitsspiele ("Bei weitem kein Bejeweled oder Bookworm!"), bemerkte einer von ihnen), aber mein vierjähriger Sohn Jacob hatte einen Riesenspaß beim Zertrümmern der unglückseligen Gartenzwerge. Auf jeden Fall sollte man die kostenlose Probeversion ausgiebig testen, bevor man sich entscheidet, ob dieses Spiel das Richtige ist.
Spiel-Review von Gamezebo. Copyright © 2009 Gamezebo. Alle Rechte vorbehalten.
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